Laboratorium
19.03. - 02.04.04

Öffnungszeiten: täglich 10 - 20.00

Eintritt frei

Einblicke: Menschen in Afrika
Eine Fotoausstellung von Thomas Einberger




Seit 16 Jahren reist der Münchner Fotograf Thomas Einberger im Auftrag der Christoffel Blindenmission und anderer Hilfsorganisationen in Länder der so genannten Dritten Welt. Afrika ist für ihn dabei nicht nur ein exotisches Reiseziel unter vielen anderen, sondern „die große Liebe“ des Bildermachers.
„Als mich die CBM 1988 das erste mal nach Kamerun schickte um verschiedene Hilfsprojekte zu dokumentieren, fand ich mich nur einen Tag nach meiner Abreise aus Deutschland in einem Lepradorf mitten im Afrikanischen Busch wieder. Unzählige fingerlose Leprahände streckten sich mir entgegen, um von dem weißen „Musungu“ geschüttelt zu werden. Ein fragender Blick zu meinem Begleiter machte mir damals klar, dass ich mich dem nicht entziehen konnte. Das Abendessen bei einem einheimischen Arzt wurde auf traditionelle Weise serviert – man aß mit den Fingern. Ich beschloss an diesem Abend, sollte ich ohne größere Schäden wieder nach Hause kommen, mich als „Afrika – geeignet“ zu betrachten.“
Seitdem hat Einberger 17 Afrikanische Länder in allen Regionen des Kontinentes teilweise mehrmals besucht. Die Bilder die er dabei mitbrachte erzählen von einem Kontinent, den wir so noch nicht kennen. Es sind nicht die großartigen Landschaften der Reiseprospekte, oder Grzimeks exotische Tierwelt, die seinen Blick fesseln. Es ist das Afrika jenseits der Schreckensmeldungen in der Tagesschau, es sind die Menschen die ihn interessieren. Die Art und Weise, wie die Menschen in Afrika trotz Hunger und Armut, trotz Krankheit und Elend ihren Alltag meistern sind das bestimmende Thema des Bildjournalisten.
Dabei werden beim Betrachter keine Klischees erfüllt, es wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt. Die Ausstellung benennt Probleme und zeigt ein zeitgemäßes Bild des Kontinents, ohne dabei abgegriffene Schablonen zu bemühen. So erzählt ein Bild von einer Werkbank mit darunter gestapelten Fußprothesen auf eine ungewohnte Art und Weise von 30 Millionen Landminen, dem immer noch vorhandenen Erbe des Mosambikanischen Bürgerkrieges.
Thomas Einberger wurde 1960 in Penzberg geboren, und studierte von 1981 – 1986 Fotografie an der Fachhochschule in Bielefeld. Zusammen mit einem Studienkollegen gründete er 1987 die Fotografenagentur argum in München. Seither fotografiert er im Auftrag von Zeitschriften und Magazinen aktuelle Themen . Die Arbeit mit behinderten Menschen ist auch in Deutschland ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit.




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