1867 - Schnaps, Likör und Essig
Die Expansionspläne König Maximilians II führten zum Bau der Maximiliansbrücke
und des Maximilianeums. Die umfangreichen Erdarbeiten haben die Attraktivität
des biedermeierlichen Idylls so stark beeinträchtigt, daß Gruber schließlich
zur Aufgabe seiner Wirtschaft gezwungen war.
Der Fabrikant Anton Riemerschmid, Inhaber der "Königlich Bayerischen
privilegierten Weingeist-, Spiritus-, Likör- und Essigfabrik" ersteigerte
das Gelände und begann mit den Erweiterungsbauten, die 1870 soweit abgeschlossen
waren, daß die Fabrik in Betrieb genommen werden konnte.
In die ehemalige Wirtschaft zog die kaufmännische Leitung.
Reinhard Hirschberg errichtete den klassizistischen Westflügel,
es folgte das Heizhaus im Osten, heutiges Atelierhaus, und schließlich
der Südflügel.
Der Chemiker Justus von Liebig führte dort in der nach ihm benannten
"Justus-von-Liebig-Stube" seine Studien über Essigbakterien
durch.